Wundermann und Zahlenmystik *** Samstag: Zur Hölle!

Die Überschriften für das Spiel des VfL gegen Düsseldorf waren zur Halbzeit quasi schon geschrieben. Der VfL lag früh zurück und ein Flutlichtmast versagte wegen eines „Spannungsabfalls“ seinen Dienst. Als die Niederlage schließlich perfekt war konnte es nicht mehr überraschen, dass mehrfach sinngemäß zu lesen war, dass beim VfL „langsam die Lichter ausgehen“. Zwar waren gewisse spielerische Fortschritte zu erkennen, aber es gelang eben kein Tor. Und 65 Prozent Ballbesitz (auch weil die führende Fortuna aktiv nicht mehr so viel tun musste) haben für die Tabelle keine Relevanz. Besonders dramatisch: Gerade die „Führungsspieler“ (Vogt, Wittek, Bero und Hofmann) leiden auch unter „Spannungsabfall“ und bekamen von der WAZ allesamt die Note „Fünf“ und dies leider nicht zu Unrecht.

Gesucht: Der Wundermann 

Gesucht wird beim VfL nun neues Führungspersonal. Während offenbar kein neuer Sport-Geschäftsführer eingestellt werden soll und stattdessen ein neues Team unterhalb des Geschäftsführers Ilja Kaenzig gebildet wird, läuft die Suche nach einem neuen Trainer. David Siebers würde dann zur U19 zurückkehren. In den letzten Tagen ließen die Medien einige Namen aufblitzen, um dann wieder zurückzurudern. Das heißeste Gerücht ist nun: Uwe Rösler.

Zur Stunde (Stand Mittwoch, 17 Uhr) ist die Entscheidung noch nicht gefallen oder nicht verkündet. Daher an dieser Stelle ein Stellenprofil: 

  • Nach nicht so guten Erfahrungen mit Glatzköpfen oder Trainern mit seit Jahrzehnten identischer Kurzhaarfrise, sollte der Neue vorzugsweise volles und längeres Haar tragen
  • Er sollte Erfahrung darin haben, aus einer Truppe von so ca. 11 jüngeren Männern ein eingeschworenes Team zu machen
  • Er sollte bescheiden sein und mit wenig Geld auskommen
  • Er sollte Wunder verbringen und Dinge optimieren können (also Wein in Wasser verwandeln und Hofmann in einen Stürmer oder irgendwie sowas)

Sollte jemand so eine Person kennen und wissen, wo sie sich gerade aufhält: Sachdienliche Hinweise bitte an die Geschäftsstelle des VfL.

Hölle, Hölle, Hölle! Samstag beim FCK 

Vom Himmel zur Hölle. Der VfL tritt am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern an. Es ist das 74. Duell der beiden Clubs. 74? Ha! Im Jahr 1974 hat der VfL gegen den FCK ein Spiel gewonnen und eines Remis gespielt. KANN DAS ZUFALL SEIN? Und überhaupt: für die Roten Teufel steht die Zahl „666“, die Zahl des Antichristen (auch wenn sich hier wohl um eine Fehlinterpretation der Johannes-Offenbarung handelt). Der VfL wiederum hat exakt 555 Spiele in der Zweiten Bundesliga gespielt. Die Zahl 555 steht in der spirituellen Numerologie für Veränderung, Transformation und Fortschritt. KANN DAS ZUFALL SEIN? Der FCK wurde im Jahr 1900 gegründet, die Quersumme ist 10. Glaubt man hochseriösen Quellen wie der Esoterik-Seite herzvertrauen.de steht die Zahl auch für Misserfolg. Der VfL wiederum nennt 1848 als sein Gründungsjahr. Die Quersumme ist 21. Und wofür steht diese Zahl? Jawoll, für Erfolg und Vollkommenheit. KANN DAS ZUFALL SEIN? Also: Sollte der gesuchte Herr aus dem Stellenprofil aktuell nicht verfügbar sein, hilft uns vielleicht die Mystik der spirituellen Numerologie. Man muss halt nur ganz fest dran glauben.

Das nächste Spiel: 1. FC Kaiserslautern – VfL Bochum 1848 – Samstag, 4. Oktober 2025, 13:00 Uhr, Junction Café