Wir sind pretty an der Ruhr: Das ist Auge, Nase, Ohr *** Infos zum Pokal-WE

Fast wäre dem VfL eine ungewollte Kontinuität „gelungen“, nämlich vom letzten Tabellenplatz der Ersten Liga direkt auf den 18. Platz der Zweiten Liga zu gelangen. Doch Arminia Bielefeld hat dies mit umgekehrten Vorzeichen verhindert. Mit ihrem 5:1-Sieg gegen Düsseldorf sprangen sie direkt vom Platz 1 in der Dritten Liga auf die Pole Position der Zweiten. Dass nun mit der Fortuna ein Mitfavorit um den Aufstieg noch unter dem VfL steht, ist ein kleiner schwacher Trost. Aber immerhin auch ein Hinweis, dass es sich hoffentlich nur um eine ärgerliche Momentaufnahme des ersten Spieltages handelt.

Nach der schon am ersten Spieltag erfolgten Niederlage in Darmstadt kam der bekannte Frust wieder hoch. Zu langsam das alles, Standards vorne wie hinten sind Mist. Scheiss Dreier/Fünferkette. Und überhaupt: die Sehnsucht nach einer taktischen Spielweise, die man auch dann versteht, wenn man nicht mindestens einen Trainerschein mit DFB-B-Lizenz hat, sondern womöglich auch nur, wenn man zuletzt selbst auf Asche in der Kreisliga C als Pubertierender oder auch 20 Jahre später mit schon leichtem Bauchansatz gespielt hat. Oder Fußball vor allem auf der Playstation beherrscht.

Doch der (immer sehr lesenswerte) Blog einsachtvieracht.de klärt uns auf: „Was aktuell als 3-5-2 kritisiert wird, entpuppte sich bei genauerer Analyse als komplexes Hybrid-System mit asymmetrischer Grundausrichtung…. Die Probleme im Mittelfeld lassen sich nicht auf einzelne Aktionen reduzieren – sie sind systemischer Natur, da das Mittelfelddreieck weniger als Kette, sondern mehr als Mischung aus Anker und zwei Anläufern direkt hinter den Stürmern interpretiert wurde.“ Und abschließend: „Die Analyse des Saisonstarts offenbart ein komplexes Geflecht aus taktischen und strukturellen Problemen. Die von Hecking gewählte asymmetrische Formation erscheint dabei weniger als grundsätzlicher Fehler, sondern vielmehr als ambitionierter Ansatz für eine Mannschaft, die noch nicht da ist, wo sie gerne sein würde.“

Hätte, hätte, Dreierkette. Und wo auch immer die Mannschaft gerne „sein würde“. Als fußballmäßig intellektuell unterentwickeltes Ruhrpottkind, das zuletzt als Pubertierender in der Kreisliga im Vereinsfußball (auf Asche) gespielt hat, fasse sich das mal in den Worten des legendären Rolf Schafstall zusammen: „Weil die sich keine Mühe geben, mein Gott nochmal, datt is datt doch hier.“ 

Auge, Nase, Ohr: Sonntag gegen Elversberg 

Eine Premiere steht nun am Sonntag im Ruhrstadion an. Das erste Ligaspiel gegen den saarländischen Emporkömmling SV Elversberg, die im Relegations-Dorfduell gegen Heidenheim nur knapp am Aufstieg in die Erste Liga gescheitert sind. Es ist überhaupt das erste Spiel der Saarländer im Ruhrstadion. Finanziell gefüttert wird Elversberg maßgeblich durch den Pharmahersteller Ursapharm (u.a. Tropfen für Auge, Nase, Ohr). Der SV Elversberg musste sowohl im Kader als auch im Trainerteam einen Umbruch hinnehmen. So heißt der neue Co-Trainer Mike Frantz. Zu Glück habe ich noch rechtzeitig gemerkt, dass es sich dabei nicht um Maik Franz („Ich bin der meistgehasste Spieler der Liga“) handelt und dieser Newsletter muss leider auf die bereits überlegten Witzchen dazu verzichten. Wie auch immer: Am Sonntag muss nun ein Sieg her und bis dahin sollten die Spieler das zitierte „komplexe Hybrid-System mit asymmetrischer Grundausrichtung“ irgendwie verstehen und umsetzen. Vielleicht sollte der VfL vorher mal die Produkte des gegnerischen Hauptsponsors probieren. Hecking braucht ein feines „Näschen“ und die Spieler sollten wache Augen haben und auf den Trainer hören.

In eigener Sache: Bluesky, Aufkleber 

  • Wir sind als Fanclub auf verschiedenen sozialen Netzwerken unterwegs. Aber haben in einem Fall nun einen Wechsel vorgenommen – weg von X („Tschüss Elon“) hin zu Bluesky. Wer uns folgen mag: @bochumer-botschaft.bsky.social
  • Wer am Sonntag zum Spiel ins Junction Café kommt, kann gerne  druckfrische Aufkleber im neuen Look der Bochumer Botschaft abgreifen.

Pokalwochenende 15. – 17. August: Vorabend, Spiel beim BFC, VfL-Frauen bei Viktoria 

  • Wie bereits erwähnt: Am Vorabend des Spiels in der ersten DFB-Pokalrunde beim BFC Dynamo laden wir wieder alle VfL-Fans ein zum gemeinsamen Vorabendtreffen ins Junction Café, Berlin Kreuzberg. Am Freitag, 15. August, ab 19 Uhr!
  • Zum Spiel selbst: Die uns zur Verfügung stehenden Tickets sind leider vergriffen. Aber auch hier stehen noch Bezahlungen aus, die bitte bis Dienstag, 12. August auf unserem Konto eingehen sollten. Alternativ: Bezahlung und Entgegennahme am kommenden Sonntag im Junction Café. Wer das nicht macht, verliert seinen Anspruch und wir vergeben sie dann anderweitig.
  • Am Sonntag, 17. August spielen unsere VfL-Frauen auch in der ersten Pokalrunde bei Viktoria Berlin. Um 12:00 Uhr im Stadion Lichterfelde. Kommt alle! Tickets gibt es hier: https://tickets.fcviktoria.com/event/fc-viktoria-berlin-vs-vfl-bochum-1848-2kmxxp

Das nächste Spiel: VfL Bochum 1848 – SV Elversberg, 10. August 2025, 13:30 Uhr, Junction Café