Das diesjährige „Heimspiel“ der Bochumer Botschaft in Berlin liegt nun hinter uns. Wir hatten einen schönen Vorabend, bei dem auch wieder einige „Offizielle“ des VfL vorbeigeschaut haben (Hans-Peter Villis, Jupp Tenhagen, Simon Zoller, Ilja Kaenzig und die Fanbeauftragten „Moppel“ und Marcel). Etwas getrübt wurde der Abend durch ein „Wasserproblem“, weil das Junction Café zu späterer Stunde keine Wasserversorgung mehr hatte. Ein „Wasserproblem“ hatten wir auch am Folgetag auf unserer Schifffahrt. Und zwar nicht „von oben“, da sich die zwischenzeitlich negativen Wetterprognosen nicht bewahrheitet haben. Aber „von unten“, da wir die Spree vor dem Hauptbahnhof aufgrund einer Sperrung verlassen mussten. Die Route über den Nordhafen, den Westhafen, den Westhafenkanal entlang von A100 und Großmarkthallen ist sicher nicht die attraktivste. Und nach Aussagen der Reederei war die Sperrung auch nicht vorab bekannt. Aber so konnten unsere Gäste zumindest sehen, dass Berlin auch ein bisschen was von „Rhein-Herne-Kanal“ hat. Bewegtbilder vom Schiff gab es auch in der Vorberichterstattung von „sky“.
Das 1:1 Remake bei der Hertha
Beim Spiel hat sich zum einen bewahrheitet, dass der meteorologische Messpunkt „Berlin-Eiskeller“ zwar rund 14 km vom Olympiastadion entfernt ist, aber es auch in dieser ollen Schüssel immer etwas kälter ist als anderswo in der Stadt. Zum anderen war das Spiel auch nicht zum Erwärmen. Auswärts spielerische Akzente zu setzen ist nicht immer unser Ding. Und gewinnen konnten wir im Olympiastadion sowieso seit über 30 Jahren nicht. Zumindest die zweite Halbzeit brachte etwas mehr Schwung und Morgallas Tor nach einer Ecke kurz vor Schluss erweckte die Erinnerungen an das Spiel vor knapp drei Jahren, als wir die Hertha mit Schlottis Kopfball nach Ecke final in die Zweite Liga bugsierten.
Sonntag gegen Kiel
Am Sonntag spielt der VfL gegen Holstein Kiel. Unser Mitabsteiger aus der Bundesliga ist gefährdet, komplett durchgereicht zu werden und steht auf Platz 17. Gewonnen haben sie seit neun Pflichtspielen nicht mehr. Die Patrone „Trainerwechsel“ wurde mit dem Comeback vom Tim Walter auch schon abgefeuert. Beim VfL steht nach seiner Sperre Mats Pannewig wieder zur Verfügung. Ebenso vermutlich Gerrit Holtmann. Fraglich ist aktuell hingegen der Einsatz von Kevin Vogt (krank) und Francis Onyeka (hat Oberschenkel). Setzen wir darauf, dass die Kieler Störche punktlos in ihr Nest an der Förde zurückfliegen müssen.
Wahl des VfL- Fangremiums
In der kommenden Woche wird das Fangremium des VfL neu gewählt. Genaueres dazu haben unsere Mitglieder gesondert als „Mitgliederinfo“ erhalten. Die Bochumer Botschaft gibt zu dieser Wahl kein öffentliches Votum ab. Mögen die Besten gewählt werden. Aber zwei völlig subjektive und nicht im Fanclub abgestimmte Wünsche seien gestattet:
Erstens ist uns schon klar, dass der VfL ein vor allem regional verankerter Verein ist. Doch es gibt eben auch VfL-Fans weltweit. Sogar ein paar davon in Berlin. Bei der Terminierung solcher Veranstaltungen oder der Möglichkeit der digitalen Mitwirkung könnte das in Zukunft noch etwas mehr berücksichtigt werden. Wir schreiben ja das Jahr 2026 und auch in der Außenkommunikation bedient sich der Verein der neuen Technologien. Warum nicht, wenn es um demokratische Teilhabe geht?
Zweitens, und da sind wir als „Außenposten“ sicher nicht in erster Linie berufen an vorderster Front etwas beizutragen, sollte es eine sinnvolle Verständigung zwischen den Fangruppen geben. Ob man die Ultras prima findet oder eher nicht, es gibt eben diese Fankultur, die durchaus auch mit großem Einsatz was beiträgt. Doch der mit Abstand größere Teil der Fanszene gehört diesen Gruppen nicht an. Da die Ultras sich ja als „aktive Fanszene“ bezeichnen, ist unser Engagement als Bochumer Botschaft – wie auch dieser Newsletter – dann wohl „passiv“. Wie auch immer: Das neue Fangremium sollte sich zumindest bemühen, ein besseres faires Miteinander hinzubekommen.
Und wo ich schon bei subjektiven Urteilen bin: In der WAZ hat sich Uwe Rösler für die Abschaffung des VAR ausgesprochen. Der Uwe hat natürlich sowieso Recht, aber da bin ich mit ihm einer Meinung. Seit 2017 gibt es den nun in der Bundesliga und er hat nicht zu mehr Objektivität und Fairness geführt, nur zu mehr Unterbrechungen, absurd langen Nachspielzeiten und immer neuen Regel-Diskussionen. Schafft den blöden Bumms doch einfach wieder ab.
Das nächste Spiel: VfL Bochum 1848 – Holstein Kiel, 22. März 2026, 13.30 Uhr, Junction Café
Mit blau-weißen Grüßen
Die Botschafter*innen