Zum Auftritt des VfL in Düsseldorf ist alles von allen gesagt und geschrieben. Es war der schlechteste Auftritt unter Uwe Rösler. Mit der Niederlage ist der VfL wieder mittendrin im Abstiegskampf. Es muss (wieder) besser werden.
Samstag gegen die Roten Teufel – Kurioses von „damals“
Am Samstagabend ist nun das Topspiel „anne Castroper“ gegen den 1. FC Kaiserslautern. Spiele des VfL gegen den FCK (wobei es in den folgenden erwähnten Fällen jeweils auf dem „Betze“ war) waren zuweilen auch interessante Begegnungen im Zusammenhang mit dem Schiedsrichter und dem Regelwerk. Im Mai 1990 war es, als der VfL vom berühmt-berüchtigten Schiedsrichter Manfred Amerell gleich zwei rote Karten kassierte. Nachdem in der ersten Halbzeit bereits Andreas Ridder vom Platz musste, traf es in der zweiten Halbzeit Rob Reekers, weil er dem Linienrichter einen Ball gegen den Bauch schoss. Der Sportskamerad Amerell soll, nun ja, „erotisiert“ von seiner total knallharten Spielleitung gewesen sein. Zumindest wird der Reviersport von damals so zitiert: „Splitterfasernackt stand Manfred Amerell in seiner Kabine und ritt harte Attacken nach der Kritik an seiner Person. ‚Den haben wir es jetzt mal gezeigt, den saublöden Herren Sportlehrern‘“. Gute acht Jahre später kam es dann zu folgender Situation: Nach einer Verletzung wechselte Lauterns Trainer Otto Rehagel den Spieler Ojigwe ein. Dieser war jedoch der vierte Nicht-Europäer im Team, was damals nicht erlaubt war. Die Bilder von damals zeigen die Aufregung auf der Bank, als der Fehler auffiel. Also befahl Rehagel dem Ägypter Ramzy eine Verletzung vorzutäuschen, was dieser mit mäßig talentierter schauspielerischer Leistung tat, um nach seiner Auswechslung (es kam Harry Koch, siehe dazu unten die Anmerkungen zum Regelwerk. Stichwort Frisuren) wieder regelkonform zu spielen und dies in der Hoffnung, dass dieser inzwischen legendäre Wechselfehler nicht auffällt. Er fiel aber auf und es nutzte nichts. Der VfL gewann 3:2 und verzichtete auf einen Einspruch.
Für den noch viel moderneren Fußball!
Das Regelwerk nun steht vor einer weiteren Reform: „The International Football Association Board“ (IFAB) hat vor wenigen Tagen „Maßnahmen zur Verbesserung des Spielflusses und des Spielerverhaltens“ beschlossen. U.a sollen Einwürfe und Abstöße schneller ausgeführt werden und ausgewechselte Spieler sollen schneller den Platz verlassen. Zudem soll der VAR auch bei einer Gelb-Roten Karte eingreifen können und ebenso bei zu Unrecht gegebenen Eckbällen (letzteres optional für Verbände).
Das alles reicht noch nicht! Wir schlagen der IFAB einige weitere „Reformen“ vor:
- Übermäßig hässliche Fussballerfrisuren sind zwingend mit einer Verwarnung zu ahnden. Aus der Nase aufs Spielfeld rotzen ist mit mit einem Platzverweis zu ahnden. Gleiches gilt zwingend für das infantile Formen eines Herzchens mit beiden Händen.
- Bei der Bewertung von Abseitsstellungen wird in Zukunft der große Zeh nicht mehr mit einbezogen. Haarsträhnen hingegen schon (siehe auch vorgenannte Regel)
- Bei allen, wirklich allen (!) Interventionen des Schiedsrichters ist der VAR zu konsultieren. Der Schiedsrichter hat dem Publikum jede Entscheidung in einem dreiminütigen Vortrag zu erläutern. In mindestens fünf Sprachen, auch wegen der internationalen Übertragungsrechte.
- Bei Schauspieleinlagen eines Spielers darf das Publikum „voten“. War sie gut, darf er weiterspielen. War sie schlecht, wird er dem jeweiligen gegnerischen Vereinsmaskottchen oder wahlweise einem echten Löwen zum Fraß vorgeworfen.
- Sollte es in einem laufenden und total langweiligen Spiel nach 80 Minuten noch 0:0 stehen, wird ein zweiter Ball eingesetzt. In der Nachspielzeit, die wegen der neuen VAR-Regelung (siehe oben) mindestens 20 Minuten zu betragen hat, kommt ein dritter Ball hinzu.
- Bei Spielen des VfL ist es dem gegnerischen Torwart untersagt, sich zentral zwischen den Pfosten aufzuhalten.
Weitere Vorschläge unserer Leser*innen sind gerne an das IFAB zu richten.
Das nächste Spiel: VfL Bochum 1848 – 1. FC Kaiserslautern, Samstag, 7. März , 20.30 Uhr, Junction Café