Wer gestern Abend das „historische“ Spiel, das „Jahrhundertduell“, das ja geradezu „epische Drama“ im Champions League-Halbfinale PSG vs. FCB gesehen hat, sollte froh sein, dass zwischen Dienstag und Samstag einige Tage liegen, sogar ein Feiertag. Genug Zeit, damit sich der Unterschied innerhalb einer Sportart, die sich zwar so allgemein „Profifußball“ nennt, aber doch enorme Unterschiede zwischen diesem Highspeed-Weltklasse-Fußball und dröger Zweitliga-Kost aufweist, gedanklich etwas verwischt.
Von Feinkost zu Knäckebrot: Zumindest hat der VfL mit seinem 2:1-Sieg gegen die SpVgg Fürth den Kopf wieder deutlich aus der Abstiegsschlinge gezogen. Und sehen wir es doch so: Wer braucht schon so einen Harry Edward Kane, wenn auch unser Westfalen-Kane namens Philipp Hofmann (stammend aus Arnsberg im Sauerland) die Doppelrolle als Ballverteiler und Knipser so ausfüllt wie in diesem Spiel?
Samstag in Bielefeld, die elegante Form des „Gastschenks“ und der defensive Hermann
Schwenk von Süd- nach Ostwestfalen. Das nächste Sechs-Punkte-Spiel steht am Samstag an. Unser kommender Gegner war am letzten Spieltag zu Besuch bei seinem „Hassgegner Nr. 1“. Zum Ausweis dieser freundlichen Beziehung haben die Bielefelder in Münster den Auswärtsblock in ihren Farben umdekoriert. Und die frohe Botschaft hinterlassen: „Sch… Münster Sch… Bochum“. Das wäre der Verweis auf deren „Hassgegner Nr. 2“, das sind eben WIR für die Ostwestfalen. Je nach Ausgang der anderen Partien könnte der VfL schon mit einem Remis den Klassenerhalt rechnerisch sichern. Ein Sieg des VfL auf der Alm wäre aber ein noch schöneres „Gastgeschenk“ als so eine alberne Kurven-Deko, denn dann wären die Bielefelder weiter „schön“ drin in der Verlosung der Abstiegsränge. Und es gilt eben: Rache ist Blutwurst. Oder der Verweis auf eine andere Kulinarik.
Denn der „Hermann“ ist ja eine allseits beliebte Zutat als Bakterienkultur im Backgewerbe. Aber die Ostwestfalen beziehen sich eher auf Hermann den Cherusker, denn „Arminius“ kommt von „Hermann“. Also zumindest hat dieser Arminius-Hermann-Heini irgendwann mal die Römer abgewehrt und deswegen auch das „Hermannsdenkmal“. Okay, war ja das ganz nett, danke nochmal dafür. Aber was bitte ist das gegen unsere Stadion-Säule für unseren Hermann Gerland. Der hat auch auch viel abgewehrt, auch Schalker und Dortmunder. Denn die Römer brachten immerhin Fortschritte, die Schalker und Dortmunder nur Leid und Mißgunst.
50 Jahre und kein bisschen leise
Aber jetzt mal wieder schön sachlich und wo wir schon beim Thema Fortschritt und „Stadionverschönerung“ sind: Gestern Abend hat der VfL eine Informationsveranstaltung zum Umbau des Ruhrstadions und der Erweiterung des Nachwuchsleistungszentrums organisiert. Wenn das Ruhrstadion im Sommer 2029 seinen 50. Geburtstag feiert, soll es in neuem Glanz erstrahlen und auch etwas mehr Zuschauerkapazität haben. Bis dahin wird es abschnittsweise Sperrungen der Blöcke geben müssen, auch die Besitzer*innen von Dauerkarten werden womöglich phasenweise nicht alle Spiele sehen können, zumindest nicht auf ihren Stammplätzen. Wer sich die Veranstaltung nochmal anschauen und (fast) alles über die neue Plaza, Biertanks, Klotüren und auch Rollatorgaragen wissen will, findet dies auf Youtube hier.
20 Jahre Bochumer Botschaft – Keine Schale in der Hand, aber immerhin neue Schals und Pins
Nicht 50, aber immerhin schon 20 Jahre alt wird die Bochumer Botschaft in diesem Herbst. Als Vorgriff darauf haben wir Jubiläums-Pins und neue Jubiläums-Fanschals produzieren lassen, die ab sofort jedes aktuelle und neue Mitglied bekommt. Ab Samstag beginnt die Verteilung im Junction. Auswärtige Mitglieder müssen sich leider noch gedulden. Das werden wir erst zu Beginn der neuen Saison organisieren und mit dem Einzug der neuen Mitgliedsbeiträge verkünden. Achtet also auf unser „Mitgliederinfo“, das dann alles Weitere an Informationen enthalten wird. Unseren Fanclub- „Merch“ könnt ihr hier sehen.
Das nächste Spiel: DSC Armina Bielefeld – VfL Bochum 1848 , Samstag, 2. Mai, 13 Uhr, Junction Café