„Träume heiß“ – Der krasse Sound des Saarlands

Das erste Spiel gegen die aktuelle Top 3 der Tabelle, die uns gleich hintereinander zum Rückrundenstart erwarten, endete mit einer Erkenntnis: Wir können inzwischen mithalten mit „denen da oben“. Darmstadt hat einen Punkteschnitt von 1,9 und der VfL unter Uwe ebenso. Insofern war das spektakuläre 3:3 am Ende die logische und wohl leistungsgerechte Konsequenz.

Apropos „Die da oben“: Am letzten Tag des Januars steht das aus VfL-Sicht sicher emotionalste Spiel dieser Saison bevor. Das Heimspiel gegen den Noch-Spitzenreiter. Einen Verein aus einer benachbarten, hier nicht genauer zu benennenden Stadt, die ihre hohe Bergbaukompetenz auch lange nach Schließung der letzten Zeche weiter erhält. Zum Beispiel durch das Bohren von Löchern in den Wänden von lokalen Geldinstituten.

Der große Saarland-Hitmix: Ein bisschen Frieden und der Gegner wird „zerfetzt“. Da werden „Träume heiß“ für „Groß und Klein“.

Doch zuvor geht es gegen den Tabellenzweiten. Der VfL muss über die A1 nach Süden Richtung Elversberg. Zum zweiten Mal überhaupt. Wir erinnern uns: Im Oktober 2022 gewann der VfL dort ein Pokalspiel im dichten Nebel bei sehr schlechter Sicht. Vielleicht ist deswegen der finanziell unterstützende Hauptsponsor der „ELV“ ein Augentropfenhersteller. Sportlich hingegen nicht unterstützend war der Abgang von Ebnoutalib zur Winterpause. Das klingt zwar auch wie ein Medikament, ist aber der Noch-Torschützenkönig der Zweiten Liga, der in der Winterpause den Etagenwechsel vornahm und zu Eintracht Frankfurt wechselte.

Man mag es den Saarländern etwas nachsehen, sie sind ja noch nicht so lange im Bundesligageschäft. Insofern sind ihre Vereinshymnen noch, nun ja, leicht „holprig“. Zumindest erscheinen sie so, als hätte der lokal bekannte „DJ Heinz-Dieter“, bekannt für seine furiosen „Schlagerpartys“ im Vereinsheim der freiwilligen Feuerwehr nach einigen „Karlsberg Urpils“ unter Zuhilfenahme der KI wie Suno.com da mal „was komponiert“.

Einblick in das totale Grauen gewünscht? Ja gerne. Bitteschön:

„Aus dem Nichts im kleinen Kreis, wurden Träume plötzlich heiß // Zwischen Bäumen, Flutlichtschein, wuchs ein Team aus Stahl und Stein // Jeder Schuss zum großen Ziel, keine Niederlage ohne Stil // Und wer uns jetzt noch unterschätzt, wird von unserem Mut zerfetzt.“

Auch eine Interpretin namens Petra Williams hat ein episches musikalisches Meisterwerk der Fankultur geschaffen:

„1907, der erste Schuss aufs Tor.  Und bald wusste hier jeder, diese Mannschaft hat was vor // Der Jubel von den Rängen, schallt kilometerweit. Vom Saarland in die Welt, mit einem Herz für Groß und Klein // Wir stehen an eurer Seite, gehen mit euch jede Distanz . Das Spiel beginnt, komm, sing´ so laut du kannst.“ 

Doch nun genug der Häme! Immerhin hat das Saarland mit „Nicole“ (die Älteren erinnern sich) anno 1982 die erste offizielle deutsche Europameisterin im Schlagersingen hervorgebracht. Und in diesen Zeiten wollen wir ja nicht nur ein „bisschen“ Frieden.

Im Übrigen ist Elversberg auch entstanden auf Kohle. In diesem Sinne: ein herzliches Glückauf!

Das nächste Spiel: SV Elversberg – VfL Bochum 1848, Sonntag, 25. Januar, 13:30 Uhr, Junction Café