Die (noch) kleine Serie unseres Lieblingsvereins ist auch gegen Magdeburg nicht abgebrochen und es gab, zugegebenermaßen gegen den letzten der zweiten Liga, Phasen, in denen richtig Fußball gespielt wurde, Phasen, in denen nahezu souverän verteidigt wurde und natürlich auch das ein oder andere Quantum Glück. Aber vielleicht gilt neuerdings für uns ja die vor dem Hertha-Spiel noch zitierte Gerland-Regel jetzt umgekehrt: Immer nur (oder zumindest ausreichend) Glück ist Können!
Ich leiste hiermit offiziell Abbitte für mein Unken, was die Kaderqualität angeht. Es passt offenbar doch, wenn der Rest stimmt.
Ohne es verschreien zu wollen, mit den Spielen im November, einer größeren Serie, dem Rösler-Momentum und dem Bochumer Jugendstil/-spiel besteht gegen Fürth, Dresden und Braunschweig die Möglichkeit sich nicht nur aus dem Gröbsten herauszuarbeiten, sondern uns im gesicherten Mittelfeld zu etablieren.
Doch nun erst einmal zum nächsten Gegner:
NL-History: von Löwen und Hirschen
Man kann es sich heute kaum noch vorstellen: Ein ehemaliger Deutscher Meister ändert ohne größere Proteste erst sein Wappentier in das Logo einer Schnapsmarke, will sich dann noch nach dem Hauptsponsor umbenennen und der DFB (und nicht etwa die Fans) verhindert das Schlimmste. Letzeres undenkbar? Nein, so geschehen in den 1980ern: Nachdem der BTSV schon sein Wappen in den 1970ern vom Löwen entsprechend der Schnapsmarke des Sponsors in einen Hirsch mutiert hatte, sollte der Verein dann in den 80ern in „SV Jägermeister Braunschweig“ umbenannt werden. Das war damals dem DFB doch oder besser noch zu viel und man strengte eine Satzungsänderung an, die dies verhindern sollte. Was letztlich im Ergebnis klappte. Bis der BGH feststellte, dass die damalige Satzungsänderung an einem Formfehler scheiterte, hatte Herr Mast sein Interesse verloren und die Angelegenheit war vom Tisch. Soviel zu nachhaltigen Investoren und der angeblich guten alten Zeit.
und heute?
Die Ultras haben zumindest, was die Lautstärke angeht, beim BTSV das Kommando übernommen, das Wappen ist wieder das alte, die A2 ist zwischen Hannover und Magdeburg blau-gelb gestrichen, die Feindschaft mit 96 im Westen und die Freundschaft mit dem FCM im Osten wird auf abgelegenen Parkplätzen gesellig gepflegt und aktueller Trainer ist der gebürtige Wittener Heiner Backhaus, der zuvor hier in Berlin bei dem pazifistischen BFC Dynamo und bei der aus Tradition friedfertigen Alemania in Aachen tätig war. Passt also alles…
Kann uns aber alles egal sein, wir wollen nur die Punkte!
Das nächste Spiel: VfL Bochum 1848 – BTSV Eintracht 1895, Sonntag, 09.11.2025, 13.30 Uhr, Junction Café