Am vergangenen Wochenende hat eine profierfahrene Mannschaft in den Trikots des VfL im Ruhrstadion mit sage und schreibe 9:5 gewonnen. Und das sogar mal, ohne dass der Gegner durch Platzverweis dezimiert wurde. Die Tore des Siegerteams erzielten jedoch unter anderem Ex-Spieler wie Manuel Riemann (3 Buden!), Robert Tesche, Felix Bastians, Simon Zoller und Anthony Losilla. Doch die unterlegene Mannschaft trug auch Trikots des VfL. Ihr letztes Tor schoss dem Capitano sein kleiner Sohn. Es war das Abschiedsspiel von Toto Losilla, der mit einer bewegenden Show zum Ende seiner aktiven Karriere geehrt wurde. Und Toto wurde nun völlig zu Recht als Vereinslegende die Riege der „Säulenheiligen“ im Durchgang zur Haupttribüne aufgenommen. Man kann es nur nochmal wiederholen: „Merci Toto pour tout. Tu es une véritable légende à Bochum!“
Wer im nahenden Herbst und im grauen Alltag der zweiten Liga wirklich eindrucksvolle VfL-Emotion mit einigen „alten Helden“ erleben möchte, kann sich dieses Spiel hier nochmal anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=k0h2DNqIGJk
Beendet ist nun auch die Sommertransferphase. Der Kader des VfL steht. Und da ebbt die Emotion leider etwas ab. Kurz vor Schluss wurden mit Farid Alfa-Ruprecht (Leverkusen) und Michael Obafemi (FC Burnley) noch zwei Offensivkräfte auf Leihbasis verpflichtet. Es ist sicher nicht unfair (und durchaus im Einklang mit einigen professionellen Kommentatoren des VfL in den Medien) die Transferphase als zunächst einmal wenig Begeisterung auslösend zu beschreiben. Einen wirklichen „Königstransfer“ gibt es nicht. Die Frage des Spielsytems ist weiter offen und umstritten. Zudem sind inzwischen vier Hoffnungsträger auf Leihbasis ohne Kaufoption Teil des Kaders. Auch wenn Geld im Fußball nur Mittel zum Zweck ist: Die Transfereinnahmen waren traditionell wieder gering und aus den genannten Gründen ist eine „Kaderwertsteigerung“ (trotz vieler talentierter „Eigengewächse“) eher Zukunftsmusik.
Freitag in Paderborn
Ganz anders unser kommender Gegner, der SC Paderborn, der Transfererlöse von zumindest knapp 10 Mio. Euro erzielt, wenn wohl auch nicht alles reinvestiert hat. das nächste Spiel führt den VfL ins nahe Ostwestfalen. Wer sich für Kultur und Katholizismus interessiert, kennt Paderborn als einen Ort, an dem sich vor 1226 Jahren mal Papst Leo III. und Karl der Große trafen auch oder auch den Hohen Dom zu Paderborn. Wer sich für andere Dinge interessiert, dem ist Paderborn zumindest für günstiges Dosenpils von eher fragwürdiger Qualität ein Begriff. Fun Fact: Auch wenn in der VfL-Szene ein anderer ostwestfälischer Ligakonkurrent Gegenstand des Spottes mit agrarwirtschaftlichem Bezug ist, so befinden sich bei Paderborn mit den Sportskameraden Bäuerlein und Baur gleich zwei namentliche Landwirte im Kader.
Fanclubausweise zur Abholung bereit
Wie bereits vor Wochen angekündigt: Ab Freitag zum Spiel beim SC Paderborn stehen für unsere Mitglieder jeweils zu den folgenden Spielen im Junction Café die Fanclubausweise zur Abholung bereit. An alle „Auswärtigen“, die um eine postalische Zusendung gebeten haben, werden wir auch zeitnah verschicken.
Das nächste Spiel: SC Paderborn – VfL Bochum 1848, Freitag 12. September, 18:30 Uhr, Junction Café